Auslandskrankheiten: Meine Infektion mit dem hartnäckigem Staphylococcus Aureus Bakterium

Wenn man schon länger unterwegs ist, und sich immer in verschiedenen Ländern aufhält, dann bleibt es nicht aus, dass man hier und da ein Wehwehchen bekommt. In diesem Artikel möchte ich von meiner Staphylococcus Aureus Bakterium Infektion berichten und wie ich erst nach vielen Monaten gemerkt habe, dass ich dafür sehr anfällig bin bzw. dies überhaupt in mir trage. Denn dies kann sehr belastend sein und ich hoffe den einen oder anderen Leidensgenossen zu finden, um einander auszutauschen. Und bestenfalls um euch über diese „Krankheit“ aufzuklären. Da ich selber noch in der Recherchephase bin.

In diesem Artikel erspare ich euch Wundbilder wegen des Ekelfaktors

Vor der Auswanderung

Vor meiner Auswanderung war ich selten krank. Sportlich sehr aktiv und habe mich Großteils sehr Bewusst – und Gesund ernährt. Abgesehen von der üblichen jährlichen Grippe und hier und da mal eine Pizza, Döner oder Hamburger. Sehr oft selbst frisch gekocht. Salat, Gemüse und Obst. Wegen dem Sport und erhöhten Bedarf – auch Vitamine, Proteine ect Supplementiert.

Was ist das Staphylococcus Aureus Bakterium?

Ich habe mich intensiv mit dem Staphylococcus Aureus Bakterium auseinandergesetzt und möchte nun meine Erkenntnisse und Erfahrungen mit dir teilen.

Staphylococcus Aureus ist ein grampositives Bakterium, das in der natürlichen Flora der Haut und Schleimhäute des Menschen vorkommt. Es gehört zu den am häufigsten vorkommenden Bakterienarten und kann sowohl harmlose als auch schwerwiegende Infektionen verursachen.

Während harmlose Infektionen wie Hautausschläge oder kleine Wunden in der Regel ohne Komplikationen abheilen, kann Staphylococcus Aureus in bestimmten Fällen schwere Erkrankungen hervorrufen. Dazu zählen beispielsweise Lungenentzündungen, Sepsis oder Wundinfektionen.

Im Zuge meiner Recherche habe ich festgestellt, dass die Übertragung des Bakteriums vor allem durch direkten Kontakt oder über infizierte Gegenstände erfolgt. Eine gute Hygiene und der regelmäßige Einsatz von Desinfektionsmitteln können das Risiko einer Infektion deutlich senken.

Darüber hinaus gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten für Staphylococcus Aureus Infektionen. In leichten Fällen können Antibiotika eingesetzt werden, während bei schweren Verläufen oft eine stationäre Behandlung notwendig ist.

Mexiko

August 2021 bin ich von Panama nach Mexiko gereist. Erst nach Cancun und ca 2 oder 3 Wochen später nach Playa del Carmen. In Mexiko war das Klima natürlich einiges wärmer und schwüler als in Deutschland. Was mir aber nichts ausmachte. Nach wenigen Wochen vor Ort merkte ich, wie sich direkt unter der Kniescheibe an meinem rechten Knie ein kleiner Abszess bildete. Ich dachte erst an einen Mückenstich, der wieder weggeht. Aber dieser wurde immer größer und tat dann auch irgendwann weh. Und hat auch eine merkwürdige Farbe angenommen, was ich vorher so nicht kannte.

Der Gang zum Arzt

Das war die erste große Premiere für mich, im Ausland, alleine ohne spanisch und sehr schlechten Englisch-Kenntnissen zum Arzt zu gehen. Ich hatte extra eine 5-jährige Auslandskrankenversicherung abgeschlossen (weiter unten dazu mehr) für solche Fälle. Jetzt hieß es diese auch auf die Probe zu stellen.

Also ging ich zu einer Hausärztin. Was auch nicht teuer war. Knapp 20-30 Euro. Die Gott sei Dank etwas Englisch konnte. Und sie erklärte mir, was ich habe: eine Infektion. Ich dachte mir sowas Ähnliches irgendwie schon, aber war mir unsicher. Da ich sowas noch nie hatte. Kaum in Mexiko und schon so eine Scheisse.. Und um dies wieder loszuwerden, müsste ich Antibiotika nehmen. Ich kann mich nicht daran erinnern, das jemals zuvor im Leben genommen zu haben.

Sie verband meine Wunde und hat mir die Antibiotika Clamoxin verschrieben die ich dann 2 oder 3x am Tag nehmen sollte.

Antibiotika Clamoxin

Der Eiter muss raus

Am nächsten Tag erzählte ich einem deutschen Freund davon in der Kneipe (Mannes Biergarten – sehr zu empfehlen!) und zeigte im die Wunde. Dieser, der eigentlich auf den Philippinen wohnt und in Mexiko wegen der Covid Zeit in Mexiko „gestrandet“ ist, konnte mir auch gleich sagen, was das ist: eine Infektion. Er hatte sowas schon öfters in den Philippinen. Er meinte ganz klar: Der Eiter muss raus! Welcher sich in dieser Zeit schon erheblich gebildet hat. Warum die Ärztin das nicht entfernt hat? Ich weiß nicht, meinte ich. Das sah gestern noch nicht so aus und war auch kein Thema beim Gespräch. Ich mache das! Sagte er. Er war damals Sanitäter bei der Bundeswehr und das hat mir gereicht im zu Vertrauen.

Ich kaufte nach seiner Anweisung in der Pharmacy: Verbandszeug & Wasserstoffperoxid (3%) und traf mich am nächsten Tag bei ihm auf seiner Terrasse. Es war verdammt warm an dem Tag. Ich legte mein Bein auf einem Stuhl hoch und er meinte jetzt müssen wir da etwas rumschneiden, damit wir den Eiter herausbekommen. Also holte er ein Küchenmesser, welches wir mit einem Feuerzeug und etwas Alkohol desinfizierten und legten los. Leider war das Messer viel zu stumpf und bei mir spielte schon der Kreislauf verrückt, da ich das voll mit ansah und ich sowas eigentlich nicht vertrage. Daher musste eine große Küchenschere herhalten, die spitz genug war, um die obere Hautschicht aufzustechen. Bei mir war dann komplett vorbei und mir wurde auch schon heftig schlecht und musste mich auf einen zweiten Stuhl hinlegen.

Eine absolut nicht witzige Situation für mich in diesem Moment. Schwer zu beschreiben. Ich lag also da halb verkrüppelt auf zwei Stühlen und er pulte da an der Wunde herum. Aber er bekam den Eiter nicht raus. Dann wurde es mir zu Bunt und ich sagte: Gib her das Ding ich mache das selber. Also bastelte ich selber an der Wunde herum und bekam auch den (schon festen) Eiter mit der Spitze der Schere gegriffen und konnte diesen komplett herausziehen. Ich dachte, ich bin im falschen Film. Die Wunde war verdammt tief, bis ins Knie innere und der Eiter war so ein richtig fetter Motherf***.

Mir lief der Schweiß den ganzen Körper runter, so war mein Kreislauf am Keller und ich musste mich wieder hinlegen. Ein weiter Kollege hat mir in der Zeit eine Cola mit Zucker geholt, die aber auch nicht viel half. Den Rest machte er dann mit dem Wasserstoffperoxid. Die Wunde komplett ein paar mal ausspülen und damit reinigen. Man sah richtig, wie die Stelle schaumig wurde. Wohl ein gutes Zeichen. Am Ende legte er noch in – und auf die Wunde ein Antibiotika-Netz was er aus den Philippinen mitgebracht hat und verband mein Knie.

Im nachhinein muss man sagen – war es eine lustige Situation und absolut notwendig. Ich bin froh das wir das damals gemacht haben. Sonst hätte ich sicher eine Woche warten müssen bis die Ärztin das macht. Der Termin war erst eine Woche später. Und wer weiß wie sich das entwickelt hätte.

Ende gut alles gut

Am Ende ging alles gut. Beim nächsten Termin bei der Ärztin meinte sie, dass Antibiotika schlägt an und die Wunde heilt gut aus. Was aber gut einen Monat gedauert hat. In der Zeit habe ich selbständig täglich die Stelle gereinigt und neue Verbände gewechselt. In der Zeit konnte ich leider nicht viel Unternehmen. Ich musste die Verletzung trocken halten und das Laufen war auch unangenehm wegen dem tiefen Loch.

Woher hatte ich diese Infektion?

Die Frage, die ich am Ende an mich selber hatte: Wie zum Teufel konnte die Wunde sich so infizieren? Ich hatte keinen Unfall oder habe mich irgendwo bewusst angestoßen. Nach längerem Überlegen konnte ich nur mutmaßen: In Playa del Carmen bin ich öfters in einen Sportpark gegangen, um dort Calisthenics zu trainieren. Da ich manchmal für gewisse Übungen gekniet habe und der Boden sehr dreckig war, musste ich mir durch eine kleine alte Schürfwunde, die mir nicht mal aufgefallen ist, Bakterien in die Wunde gerieben haben. Durch eine Schürfwunde! WTF? Da lacht man ja in Deutschland drüber. Aber in diesen Ländern muss man sowas absolut ernst nehmen und sowas sofort desinfizieren, sobald man das merkt.

Dominikanische Republik

Als mein Visum gegen Ende August 2022 in Kolumbien abgelaufen ist, bin ich einige Tage vorher in die Dominikanische Republik gereist. Nach ein paar Wochen Erkundung im Land – bin ich in Cabarete hängen geblieben, um zur Ruhe zu kommen.

Fitnessstudio Verletzung

Wenige Wochen später merkte ich auf der Kopfhaut ab und zu einen kleinen Druck. Und dachte mir nichts dabei (mal wieder…) und ging noch fleißig ins Fitnessstudio. Weil es hier leider keinen Calisthenics Park gab. Und verletzte mich dann das erste Mal in meinem Leben im Fitnessstudio bei einer Trizeps presse im Ellenbogen. Ich Depp hatte auch übertrieben viel Gewicht genommen, weil ich es mal wieder wissen wollte. Man muss dazu sagen, dass ich schon ewig nicht mehr im Gym war und Maschinen mir eigentlich fremd sind und auch ich auch nicht wirklich mag. Aber wenn man schon bezahlt…

Nach der Verletzung war es das auch. Es ging nichts mehr. Also wieder Nachhause und hoffen, es ist nur vorübergehend. Was es natürlich nicht war. Der Ellenbogen wurde richtig dick über Nacht und am nächsten Tag. Es tat auch weh. Ich dachte an eine Entzündung. Also Dr. Google gefragt und etwas von Schleimbeutel Entzündung erfahren. Die Symptome waren auch 1:1 genauso wie beschrieben. Pause und entzündungshemmende Tabletten wurden empfohlen. Die ich mir auch besorgte. Es half alles nichts. In der Zeit wurde auch das Pochen am Kopf heftiger und es bildete sich ein Abszess. Hier kam mir dann der Gedanke: F*ck. Nicht schon wieder… 100% eine Infektion. Den Kopf hatte ich mir wohl irgendwo angestoßen und habe dann mit dreckigen Fingern rumgerieben. Das ist nur meine Vermutung.

Und hier begann mein Albtraum Spießrutenlauf zu Ärzten und Krankenhäusern

Vorab: Ich werde nicht alles aufzählen, weil es zu viel ist und ich auch nicht mehr alles weiß

Also ab zum Arzt. Hier gab es einen, der Deutsch sprach. In Cabarete sind allgemein sehr viele deutschsprachige Auswanderer. Ein Pluspunkt. Ich meinte das ich wohl am Kopf eine Infektion habe und mein Ellenbogen eine Schleimbeutelentzündung hat. Beides bestätigte er mir. Danke Dr. Google.

Er reinigte meine Kopfhaut und entfernte den Eiter. Es hatte sich schon heftiger entwickelt als in Mexiko. Auch, weil ich es zu spät registriert habe. Ich bekam eine Antibiotika Salbe für die Kopfhaut und Voltaren für den Ellenbogen (Diclofenac) sowieso Ibuprofen gegen die Schmerzen. Am nächsten Tag bin ich nochmal zum Arzt hin, da die Wunde am Kopf heftiger wurde. Diesmal habe ich Antibiotika Tabletten bekommen. Klasse schon wieder diesen Chemiemist dachte ich mir. Aber was soll man machen? Also ab zur Apotheke und die Pillen geholt. Am nächsten Tag ist mir aufgefallen, dass die Tabletten abgelaufen waren.. Also wieder zu Apotheke und reklamiert. Achtet unbedingt in solchen Ländern darauf, originale – und keine abgelaufenen Tabletten zu bekommen.

Der Ellenbogen

Der Ellenbogen wurde auch immer dicker und ich hatte deutlich mehr Schmerzen. Also sich dann auch hier plötzlich eine Eiterwunde bildetet, war es ganz vorbei. Das Bakterium hat sich wohl durch die Verletzung im Fitnessstudio zu dieser Stelle hingearbeitet und auch befallen. Na prima – zwei Wunden zugleich. Nur hier war das besondere: Dass ich keine äußerliche Verletzung hatte – sondern es sich von innen nach außen gearbeitet hat. Normal befällt das Bakterium eine äußere Wunde, wenn diese nicht gereinigt wurde.

Kliniken

Im Laufe der Tage bin ich dann nicht mehr zum Arzt, sondern in diverse „Krankenhäuser“. Da diese teilweise auch am Wochenende offen haben. Hauptsächlich, um die Wunde reinigen zu lassen. Es waren auch eher kleine Kliniken als Krankenhäuser. Diese haben meistens die notwendigste Grundausstattung. Zu viel darf man hier nicht erwarten. Bei der ersten Klinik in Sabaneta wurden mir auch 4x Antibiotika Infusionen verschrieben. Die erste wurde mir direkt vor Ort gegeben. Die anderen habe ich mir dann die restlichen Tage in verschiedenen kleinen Kliniken in Cabarete & Sabaneta geben lassen. Ich war übrigens verblüfft: Im ersten Krankenhaus war die Behandlung komplett kostenlos. Nur die Medikamente musste ich bezahlen. Bei den anderen waren es niedrige Kosten von ca. 10-20 € je Behandlung. Das war auch ein Grund, nicht mehr zum privaten Arzt gegangen zu sein der gute 50€ wollte.

Abstrich

Mir wurde dann ein Abstrich angeboten um herauszufinden, welches Bakterium ich genau habe. Dies wurde dann in ein Labor geschickt und das Ergebnis hat ungefähr 7 Tage gebraucht. Leider ziemlich lange, wenn man eventuell die falschen Antibiotika nimmt. Hier war dann das Ergebnis, wie ich schon gespoilert habe: Staphylococcus Aureus. Ich war seit wenigen Tage fertig mit meiner Antibiotika Kur als die Ärztin meinte, ich muss jetzt nochmal eine Kur machen. Ich bin vom Glauben abgefallen. Wieder kein Sport, Bier, Sonne, Meer, Pool. Wieder eine Woche zum Nichtstun verdammt. Aber da die Wunden wirklich schlecht geheilt sind – was wohl auch dem Klima geschuldet war – bliebt mir keine andere Wahl.

Und dann?

Ich hielt mich an die Verordnungen. Die Wunden wurden täglich besser. Auch da ich diese mehrmals am Tag mit Wasserstoffperoxid selbständig reinigte. Aber sie heilten einiges langsamer als in Mexiko. Die Kopfwunde war nach wenigen Wochen zu. Aber der Ellenbogen machen lange Probleme. Ich brauchte final gute 3-4 Monate bis es wirklich vollständig geheilt war. Selbst als ich im Dezember / Januar kurz in Deutschland war über Weihnachten, war ich noch im Heilungsprozess. Ich habe aber auch wenige Tage nach der Antibiotika Kur wieder langsam mit Sport angefangen. Eventuell war das der Fehler. Den mit Antibiotika sollte normal eine längere Pause beim Sport eingelegt werden. Auch nach der Kur.

Thailand 2023

Januar 2023 bin ich endlich das erste Mal nach Thailand geflogen. Ein langer Traum von mir. Das war ursprünglich mein erster Plan. Aber als Asien damals komplett durchgedreht war wegen Covid, wurde es doch Mexiko nach Panama.

Nach einigen Wochen rumreisen in Thailand bin ich zurück nach Pattaya. Da es hier einfach am günstigsten war. Hier habe ich wieder eine Infektion bekommen. Diesmal hinten am Hals / Kopfbereich. Ich war echt abgenervt. Ich habe gerade mit Muay Thai angefangen sowie regelmäßig mit Calisthenics (am Jomtien Beach gibt es einen kleinen Park) und bin endlich wieder halbwegs in Form gekommen und dann das. Wieder Pause.

Aber jetzt war ich besser vorbereitet und wusste was passiert. Auch wie ich mit diese Infektion eingefangen habe. Ich habe mich hinten am Kopf wohl unbewusst wegen einem Pickel oder Mückenstich aufgekratzt. Am Anfang wieder unbemerkt. Als die ersten Anzeichen von Pochen und dicker werden der Wunde aufgetaucht sind, bin ich diesmal sofort ins öffentliche Hospital (Soi Buakhao) ohne zu viel Zeit verstreichen zu lassen. Erst wollte ich mir die Antibiotika selber holen ohne Arzt. Aber ich war mir nicht sicher welche genau. Da ich immer andere Medikamente bekommen hatte in der Vergangenheit. Nach zwei Stunden warten und 2 Minuten bei der Ärztin (Zeit wurde sich hier für keinen Patienten genommen) hat diese mir auch meine Infektion bestätigt und wie üblich Antibiotika als Tabletten (DicloxaRX500) und eine Antibiotika Salbe (Bactex) verschrieben. Ich musste auch keine 500 Baht bezahlen wie andere. Warum weis ich nicht. Eventuell weil es mir sowieso schon klar war was ich habe. Als ich meinte man muss 100% die Wunde aufmachen und reinigen meinte die Ärztin das ich recht habe aber es hier nicht gemacht wird und es wohl noch zu früh wäre. Es war noch nicht genug Eiter da. Ich soll dann zu einer privat Klinik gehen. Danach bin ich zur Pharmacy und habe mir die Medikamente besorg.

Die nächsten Tage

Am nächsten Tag bin ich zu einer privat Klinik mit Deutsch sprechendem Arzt. Dieser meinte nur das diese Antibiotika DicloxaRX500 hier gerne für alles verschrieben werden. Wir werden es beobachten und bei Bedarf stärkere einsetzen. Die Schwestern reinigten meine Wunde und alles hat mich 1200 Baht gekostet. Am übernächsten Tag bin ich nochmal hin, um die Wunde reinigen zu lassen für 300 Baht + 60 Baht für ein Antiseptika. Damit ich die Stelle selber (oberflächlich) reinigen kann.

Antiseptika 

Das Wochenende und das Jomtien Hospital

Am Wochenende bin ich in das Jomtien Hospital, da die Wunde doch jetzt ganz schön schmerzte und sich ein guter Eiterbeutel gebildet hatte. Schlafen war auch sehr unbequem, da ich mit der Stelle natürlich genau auf dem Kissen lag. Ich nutze über die Tage und Nachts übrigens immer ein großes Pflaster, was ich mehrmals am Tag wechseln musste, da dies am Kopf und Haare sehr schlecht hielt.

Der erste Eindruck vom Jomtien Hospital war doch wirklich überraschend positiv. Alles sah modern und sauber aus. Der anmelde Prozess einfach mit Passport ohne ewig einen Zettel ausfüllen zu müssen. Nur E-Mail, aktuelle Wohnadresse und Tel. Nummer. Nach kurzer Wartezeit von ca. 20min bin ich auch zur Ärztin gekommen. Sie sprach sehr gut englisch – ich aber nicht. Vor allem englisch mit medizinischen Fach-Wörtern. Und dann hatte sie natürlich noch eine Maske auf, mit der ich noch weniger verstanden habe. Das war echt nicht einfach. Aber Großteils wusste ich was sie sagte.

Sie würde die Wunde aufschneiden, da der Eiter tief sitzt und sie muss es örtlich betäuben, da es schmerzhaft werden würde. Doch vorher müsste ich bezahlen. Und da bin ich fast aus den Schuhen geflogen: 5000–6000 Baht (ca. 150€) wollte das Hospital haben. Ich legte Widerspruch ein und meinte, dass dies ein unverhältnismäßiger hoher Preis wäre und ob ich soviel bezahlen soll, weil ich ein Farang (Ausländer) bin? In anderen Kliniken zahle ich erheblich weniger. Ja, ich bin immer sehr direkt und sage es wie mir der Schapel gewachsen ist. Sowas lasse ich mir nicht gefallen. Hier ging es mir um das Prinzip. Auch, weil ich immer in Vorleistung gehen muss und mir das Geld dann in der Zwischenzeit fehlt. Durch etwas Diskussion und verhandeln, hat sie mir angeboten es, ohne Betäubung zu machen und ist auf knapp 2300 Baht runter. Na also, es geht doch. Die „Operation“ war auch sehr professionell und nicht wirklich schmerzhaft.

Das Loch war nach der OP schon sehr tief. Sie hat ein Foto mit meinem Handy gemacht. Aber ich war es von den anderen Wunden schon gewohnt und dachte mir nichts mehr dabei. In den nächsten zwei Tagen bin ich nochmal zur Reinigung gekommen, was ungefähr jeweils 550 Baht gekostet hat.

Der dritte Tag war nochmal bei einem anderen Arzt im selben Krankenhaus. Er meinte, es sieht sehr gut aus. Alles ist trocken und ich soll die Antibiotika noch bis zum Ende nehmen. Sport kann ich wieder machen und etwas Alkohol trinken. Was ich aber nicht gemacht habe, solange ich diese Tablette nehme.

Ich kann das Krankenhaus so weit empfehlen, wenn ihr einen dicken Geldbeutel habt bzw. eine gute Versicherung*.

Rechtzeitig reagiert

Diesmal bin ich besser davon gekommen. Innerhalb von zwei Wochen. Weil ich rechtzeitig reagiert habe. Aber trotzdem ist es immer unglaublich nervig wenn man eine Infizierte Wunde hat. Ich werde zukünftig viel besser aufpassen müssen und die kleinste Schrame sofort desinfizieren müssen – wenn ich diese den bemerke. Da ich wohl einfach viel anfälliger dagegen bin, als andere Menschen.

Immunsystem / Vorbeugung

Wie oben erwähnt, habe ich vor der Auswanderung sehr gesund gelebt und auch Vitamine wie C, D, Zink, Omega 3, L-Arginin u.s.w eingenommen. Dies hat sich durch das Reisen aber schlagartig geändert. Da ich oft in Hotels & Airbnbs gewohnt habe, gab es selten eine Küche zum selber Kochen und wenn nur das notwendigste. Was mit dann absolut keinen Spaß gemacht hat. Weil immer irgendwas gefehlt hat. Auch war das Essen meist sehr günstig und lecker (Mexiko / Thailand) das sich das Kochen überhaupt nicht gelohnt hat. So bin ich eben immer essen gegangen. Natürlich habe ich auch darauf geachtet, was ich esse. Aber nicht so wie früher. Das muss ich zugeben. Abgesehen davon wenn man sowieso nicht lange an einem Ort bleibt, lohnt sich Einkaufen auch einfach nicht.

Ich kann mir nur vorstellen durch die Lebensveränderung und 180 Grad Drehung, das mein Immunsystem nicht mehr so stark war wie vorher und eben anfälliger geworden bin. Das aber sind nur reine Mutmaßungen. Eventuell sind wir Europäer einfach zu sicher und behütet, ohne Keime aufgewachsen. Dadurch sind wir empfindlicher in solchen Ländern.

Da auch die Supplements viel teurer im Ausland sind als in Deutschland, war ich auch immer zu Geizig mir diese zu kaufen und habe dadurch das Supplementierung eingestellt. Abgesehen davon, dass ich das ganze Zeug auch immer herumschleppen muss, wenn ich weiterziehe.

In meinen vielen Monaten in Kolumbien (Medellin) mit frühlingshaften Temperaturen hatte ich übrigens NIE Probleme! Es muss also auch das Klima eine große Rolle spielen. Da sich Staphylococcus Aureus bei Temperaturen von 30 – 37 Grad sehr wohlfühlt. Den in Medellín waren selten 30 Grad und es gab auch sehr viele Regentage. Blöd wenn man eher die warmen Länder bevorzugt.

Oregano Öl

Als ich bei der Recherche von den antimikrobiellen Eigenschaften des Oreganoöls hörte, beschloss ich, es als Teil meines täglichen Gesundheitsritual auszuprobieren, um meine Chancen zu erhöhen Staphylococcus aureus Bakterien vorzubeugen oder sogar abzutöten. Das ätherische Öl enthält eine hohe Konzentration von Carvacrol und Thymol, zwei Verbindungen, die für ihre antibakterielle Wirkung bekannt sind.

Ich habe mir extra Kapseln in Thailand / Pattaya bestellt. Da diese leichter einzunehmen sind. Und ich diese besser in mein Handgepäck verstauen kann bei Reisen.

Obwohl es keine Garantie gibt, dass Oregano Öl allein Staphylococcus aureus vollständig abtöten oder verhindern kann, fühle ich mich besser dabei, dass ich aktiv etwas tue, um meine Gesundheit zu schützen. Ein Versuch ist es wert.

Ich möchte jedoch betonen, dass es wichtig ist, Oreganoöl nicht als Ersatz für eine medizinische Behandlung zu verwenden, wenn eine Infektion vermutet wird. Wenn ich Symptome einer Infektion habe, suche ich immer einen Arzt auf, um eine angemessene Diagnose und Behandlung zu erhalten.

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Vitamin C & Zink / Omega 3

Vitamin C & Zink sowie Omega 3 sind einer der wichtigsten Immunsystem Unterstüzer, die es gibt. Ich möchte hier nicht zu ausführlich werden, da dies nicht in den Artikel passt. Jedenfalls habe ich wieder angefangen, diese Supplemente regelmäßig einzunehmen. Quasi auch als Experiment, ob ich eine Infektionen damit vorbeugen kann.

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Mein Tipp: globalhealth Foyer Group

Die Versicherungsfrage ist immer ein großes Anliegen bei Auswanderern & digitale Nomaden. Verständlicherweise möchte man sich gut aufgehoben fühlen, wenn man um die Welt reist. Auch ich habe mich vorher gründlich schlau gemacht und viel recherchiert, welche (Kranken) – Auslandsversicherung für mich infrage kommen würde. Da ich mich aus Deutschland abgemeldet habe, war ich auch nicht mehr Krankenversicherungspflichtig. Sonst hätte mich das Privat über 600-800 € im Monat gekostet. Es gibt unzählige Angebote und private Versicherungen. Kurz und knapp: Bei mir wurde es die globalhealth*.

Hier möchte ich ein paar Anhaltspunkte geben, warum. Eventuell erstelle ich noch einen ausführlichen Artikel über diese Versicherung.

Wichtig bei Abschluss war mir, dass es nicht zu teuer ist und ich einen langen Versicherungszeitraum abdecke. Da ich unbegrenzt unterwegs bin. Hier bietet die globalhealth unterschiedliche günstige Verträge. Perfekt für mich. Wichtig: Es handelt sich um eine komplette vollwertige private Auslandskrankenversicherung.

Ich kann einige Gründe aufzählen, warum die globalhealth Foyer Group Auslandskrankenversicherung für viele Auswanderer & digitale Nomaden für gewisse Zeit eine gute Wahl sein könnte:

  • Erstens bietet die globalhealth Foyer Group eine breite Palette an Leistungen, die auf die Bedürfnisse von Reisenden zugeschnitten sind. Dazu gehören beispielsweise die Erstattung von Arzneimitteln, die Übernahme von Krankenhauskosten, die Rückführung ins Heimatland und vieles mehr.
  • Zweitens ist die globalhealth Foyer Group weltweit tätig und verfügt über ein großes Netzwerk von Ärzten und Krankenhäusern in vielen Ländern. Das bedeutet, dass Sie im Notfall schnell und unkompliziert medizinische Hilfe bekommen können.
  • Drittens bietet die globalhealth Foyer Group eine einfache und schnelle Online-Registrierung sowie eine unkomplizierte Abwicklung im Schadensfall. Dies kann insbesondere für Menschen, die viel reisen oder im Ausland leben, ein großer Vorteil sein.
  • Viertens gibt es jeweils verschiedene Verträge. Hier ist garantiert für jeden etwas dabei.

All diese Gründe machen die globalhealth Foyer Group Auslandskrankenversicherung zu einer guten Wahl für diejenigen, die sich auf Reisen oder im Ausland absichern möchten.

Kostenerstattung

Ich habe die Essential. Hier ist das notwendigste inbegriffen. Hier mit ist man vollversichert außer den USA inkl. stationären Aufenthalt. Die kosten belaufen sich auf ca 96€ im Monat. Ambulant habe ich 1000 Euro Selbstbehalt pro Jahr. Alles drüber wird rückerstattet. Sollte abzusehen sein das man eine OP benötigt, stellt man einen Antrag auf Kostenübernahme. Sollte schon eine OP in Anspruch genommen worden sein (z.b wegen einem Notfall) kann man einen Antrag auf Kostenrückerstattung stellen.

Schlusswort

Ich hoffe, dass ich dir mit meinem Artikel und persönlichen Erfahrungen einen Einblick in die Welt des Staphylococcus Aureus Bakteriums geben konnte und dass du nun ein besseres Verständnis für dieses wichtige Thema hast. Ich für meinen Teil werde zukünftig aufpassen um eine Infektion zu vermeiden. Soweit es überhaupt geht. Abgesehen davon habe ich die Schnauze voll von Antibiotika und möchte meinen Körper nicht weiter damit belasten.

Betroffen & Interessierte bitte ich darum, ein Kommentar zu hinterlassen, damit wir einander austauschen können.

*der Artikel enthält Affiliate Links. Mit diesen ihr meine Arbeit unterstützt.

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